Alltag mit Amazonen

    Alltag mit Amazonen

    Hallo Zusammen

    ich habe mich schon länger nicht mehr gemeldet, und da bei meinen Amazonen (Samba & Tango) immer viel los ist, möchte ich mal ein kurzes update über die zwei schreiben und einige Fragen loswerden.

    Die zwei Amazonen haben im letzten Jahr (sind jetzt 1 Jahr alt) eine riesige Entwicklung gemacht. Sie haben ihre Lieblingsplätze in der Wohnung, spielen sehr viel und quasseln den ganzen Tag - auch situationsbezogen. Beide können sich alleine und zusammen beschäftigen (auch genseitige sGefiederpflegen und kraulen wird geübt) und beide spielen mit mir. Mittlerweile haben sie (mit Clickertraining) viele kleine Kunststücke gelernt und sind sehr zahm. Zwei mal wirde ich von Samba heftiger gebissen, da habe ich aber daraus gelernt. Das Spiel untereinander kann auch mal heftiger werden, manchmal gibt es auch Streit, wobei niemand verletzt wird (meistens wird Samba ein bisschen gejagt von Tango). Ihre Farben sind kräftiger geworden, aber der gelbe Nacken ist noch nicht sichtbar (Gelbnackenamazonen)

    Zur Behausung: - Ich habe mittlerweile die 3x2x2 Zimmervoliere abgebaut und das Zimmer gesichert. Jetzt haben die zwei 20m2 zur Verfügung - bei meiner Anwesenheit haben sie noch in der Wohnung Freiflug. Es ist unglaublich schön, die 2 im Zimmer beim spielen, fliegen und nagen zu beobachten :) - ich werde gerne in Kürze ein paar Bilder uploaden.

    Die erste Frage, die sich jetzt aber stellt, ist die Frage nach der Beleuchtung. Ich habe eine Birdlamp compact, die ich jetzt aber nicht mehr im Zimmer habe (Sicherung) Ich bin mir am überlegen, ob ich nicht Leuchstoffröhren anbringen soll, mit elektronischem Vorschaltgerät. Da ich aber nicht mehr so lange in der Wohnung sein werde (eine neues Haus wird gesucht) frage ich mich, ob es nicht reicht, die Papageien bis zum Umzug 3-4 mal in der Woche auf den Balkon zu stellen (Sonne und Schattenplatz) - oder, ob es zu wenig ist.

    Eine andere Frage: Gestern Abend habe ich bemerkt, dass Samba ein bischen apathischer ist als sonst uns wenig isst. Beim näheren beobachten, habe ich gesehen, dass sie sich sehr viel putzt und den linken Flügel leicht hängen lässt. Sie hatte eher keine Lust rumzuspielen wie sonst - sie hat sich eher zurückgezogen. Ich war heute beim Tierarzt, er hat nichts gefunden (Röntgen) und allgemeine Untersuchung - die Auswertung des Bluttests steht aber noch aus. Der Tierarzt vermutet, dass es eine Zerrung oder Prellung ist, die sich wieder legen wird. Ich hoffe, dass beim Bluttest alles in Ordnung ist. Auch heute Abend, hat sie nicht sehr viel gefressen und will eher für sich sein.

    Frage, hatte jemand von euch bereits ähnliche Erfahrungen? Können Amazonen auch nal einige Tage sich nicht wohl fühlen, obwohl es keine konkreten Krankheitszeichen(ausser Verhalten ) gibt? Kann es evtl. die momentane Hitze sein? In den letzten zwei Tagen ist die Temperatir in ihrem Zimmer tagsüber auf 27-28 Grad angestiegen, und in der Nacht nur auf 24-25 abgekühlt. Diese Nacht sollte es (Prognose) ein bischen besser werden.

    Gruss an euch Und schönes Weekend,

    Marco
    Hallo Marco

    Das tönt insgesamt sehr erfreulich. Einmal mehr zeigt sich, dass die regelmässige "Arbeit" mit den Tieren Früchte trägt und im Laufe der Zeit vielmehr zurückkommt. Es kommt nichts von nichts; die Fortschritte sind aber doch Zeichen dafür, dass die Haltungsverhältnisse den Tieren zuträglich sind. Dazu gehört auch ab und zu "Uneinigkeit", solange es nicht Dauerzustand ist und auf eine generelle Ablehnung zurückzuführen ist.

    Zur Beleuchtung:
    Das kannst Du meiner Meinung nach ohne weiteres wagen, ohne dass Du jetzt noch neu installieren musst. Ich würde aber auf dem Balkon bei der gegenwärtigen HItze wenn möglich Randstunden wählen. Schatten nützt momentan auch nicht gerade viel.

    zum gegenwärtigen Verhalten:
    Es ist gut möglich, dass die gegenwärtige Hitze Auswirkungen hat. Ich stelle auch bei meinen Tieren ein eher apathischeres Verhalten und ein etwas unübliches, eher reduziertes Fressverhalten fest. Demgegenüber sind aber die Wassernäpfe vielmehr in Gebrauch.

    Wenn keine konkreten Krankheitsanzeichen festgestellt werden (was ich vermute), ist es einfach nochmals wichtiger, soviel wie möglich auf Auffälligkeiten hin zu beobachten, ohne hinter jeder Bewegung schon einen Verdacht zu sehen. Präventiv ist die beste Vorsorge immer der Punkt, dass die Vögel in keiner Beziehung nur schon das Risiko einer Mangelerscheinung haben könnten. Gerade in Fällen, wo kein genauerer Grund gesichert vorliegt, ist ein starkes Immunsystem als generelle Abwehrkraft eminent wichtig.

    In diesem Sinne viel Erfolg.

    Gruss
    bird.001